Die Taxifahrt in die Stadt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Die städtische Landschaft ist sehr grün, die Häuser niedrig. Typisch Lateinamerika. Das Zentrum von Montevideo liegt auf einer Landzunge. Das Wasser des Rio de la Plata ist eine ziemlich braune Brühe. Es ist eben ein sehr breiter Fluss und kein Ozean.Mein Hotel liegt in einer eher runtergekommenen Gegend, direkt am Busbahnhof Tres Cruces. Der Check in kalppt reibungslos, auch wenn die Rezeptionistin kein Englisch und ich klein Spanisch sprechen. Das Zimmer ist einfach, aber sauber. Ich mache mich kurz frisch und gleich danach wieder nach draußen. Wenn ich mich jetzt hinlegen würde, käme ich nicht mehr aus dem Bett. Also betäube ich meine Müdigkleit mit einem "Zillertaler" Bier, das es hier in 1 Liter-Flaschen gibt, und bummle dann weiter durch die Straßen in der Umgebung meines Hotels. Ein paar wirklich schöne Ecken gibt es hier auch.
Es ist Karfreitag und auch hier kennt man die Fastenzeit. Heute gibt es wohl nirgendwo Fleisch zu essen. Ein Restaurant nutzt die Gelegenheit und sperrt gleich mal eine ganze Straße für den Autoverkehr, um dort Tische und Stühle zu platzieren. In der Mitte steht eine Riesenpfanne in der Paella mit Meeresfrüchten vor sich hinköchelt. Ich probiere davon und bin begeistert. Der "häusliche" Weißwein schmeckt hervorragend dazu.Um die Ecke ist gleich eine Bushaltestelle. Mein Ziel ist ein Park nördlich des Stadtzentrums. Busfahren hier ist ziemlich easy und nicht teuer. Man kauft das Ticket beim Schaffner, der tatsaechlich nichts anderes zu tun hat, als Fahrscheine zu verkaufen. Ein Stadt-Ticket für zwei Stunden kostet 17 Pesos (also etwas mehr als 0,60 Euro). Die Strassen sind zum Teil holprig, der Verkehr ist aber um diese Zeit sehr übersichtlich. Der Park ist gerammelt voll. Im Zentrum befindet sich eine große Arena, in der eine Art Wettrennen stattfindet, bei dem sich jeweils ein Wettkämpfer in einem Bueffelleder (oder so etwas in der Art) von einem Pferd in vollem Galopp hinter sich herschleifen lässt. Wer am lägsten auf dem Fell liegen bleibt, ohne herausgeschleudert zu werden, hat gewonnen.
Der "Abwurf" sieht manchmal ziemlich gefährlich aus. Rings um die Arena gibt es eine Menge Buden, wie man das von Volksfesten so kennt. Es gibt außerdem eine riesige Markthalle, die früher mal ein Stall gewesen sein muss, allerdings mit einer sehr interessanten Architektur. Es ist lebendig und laut, an manchen Ecken wird Tango gesungen. Ich finde das herrlich!Es dämmert langsam und ich suche mir in der Nähe ein gemütliches Restaurant. Mit meinem rudimentären Spanisch bestelle ich mir ein Bier, einen cafe con leche und eine Kleinigkeit zu essen. Der Grill neben mir läuft auf Hochtouren. Man bereitet sich auf den Ansturm der Gäste vor. Gegen neun ist das Lokal brechend voll und ich bin hundemüde und will nur noch in mein Bett....
Hallo, wir wünschen Dir ein schönes Osterfest. Habe Deine SMS bekommen und auch geantwortet.Schöne und erlebnisvolle Tage wünschen die Rostocker.
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