Eigentlich könnte man meinen, dass man keinen ganzen Tag braucht, um auf die Südhalbkugel zu gelangen (ich fliege ja nicht gleich bis Australien). Aber zwischen Dresden und Montevideo gibt es leider keine Direktverbindung. Und so muss ich auf meinem Weg in den Frühling noch zwei Zwischenstopps über mich ergehen lassen.
Der erste Flug bringt mich zunächst nach London...
Freitag, 8. Oktober 2010
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Reisefieber
Und wieder packt mich das Reisefieber und auch diesmal gibt es einen "Teil zwei".
Ich bin gerade dabei, die Sachen zusammenzupacken. Morgen geht's los. Nach Uruguay!
Ich bin gerade dabei, die Sachen zusammenzupacken. Morgen geht's los. Nach Uruguay!
Mittwoch, 7. April 2010
Strandtag
Ich schlafe heute mal etwas länger. Meine Beine brauchen wohl auch etwas Erholung. Ich genieße mein spätes Frühstück im Hotel und erlebe dabei Uruguayisches Frühstücksfernsehen. Man entwickelt eine ganz andere Sichtweise, wenn man von dem, was gesprochen wird, absolut nichts versteht. Es ist amüsant.
Ich bin gesättigt, schnappe mir mein Auto und fahre in Richtung ciudad vieja. Diesmal komme ich ganz gut voran und fühle mich schon bedeutend sicherer. Mein Ziel ist das Hafengebiet. Ich parke vor dem Mercado del Puerto und nehme den Westeingang gleich neben dem Tagomuseum. Draußen ist es ätzend heiß, drinnen ganz angenehm kühl. Der Mercado ist, wie der Name schon sagt, eine riesige Markthalle, rustikal eingerichtet mit allerlei Ständen an denen die Grills schon angeworfen sind.
Hier brutzeln schon diverse leckere Sachen, nicht unbedingt geeignet für unsere vegetarischen Freunde. Ich bestelle mir einen medio y medio. Von dem habe ich schon gelesen, eine Mischung aus leichtem Weißwein und Sekt.
Sehr viel vertrage ich bei der Hitze aber nicht davon. Nach einem Glas ist Schluss, ich will ja noch was erleben und nicht schon zum Mittag benebelt durch die Gegend laufen. Bevor ich aber in Richtung Stadtstrand abdüse, gönne ich mir aber noch ein richtig gutes Mittagessen in einem der Restaurants. Ich bestelle mir "baby beef" und Lomito, dazu ein Glas Uruguayischen Rotwein. Alles sehr gut und unbedingt zu empfehlen.
Draußen wir es jetzt erst richtig heiß. Ich will ans Wasser!
Ich hatte schon erwähnt, dass der Rio de la Plata nicht mit dem Meer zu vergleichen ist. Es ist ein trüber brauner Fluss. Entlang der Ramblas in Montevideo gibt es viele Plätze, wo man angeln kann, wo man entspannt und die frische Luft genießt. Und es gibt richtige Badestrände, Buchten mit aufgeschüttetem feinen Sand. Ich kann mich trotzdem nicht entschließen ins Wasser zu gehen.
Ich verbrige den Tag damit, am Ufer des Rio entlang zu fahren, an verschiedenen Stellen anzuhalten und einfach am Wasser etwas zu entspannen. Etwas außerhalb der Stadt gibt es sehr schöne Ecken, wo man sicher ganz gut leben kann. Ich sehe Leute, die lesen, angeln oder einfach nur sitzen und Mate trinken. Bis zum frühen Abend komme ich auf diese Art bis zum ehemaligen Hotel Casino Carrasco. Hier ist der Strand wirklich sehr schön. Später erfahre ich aber, dass das Wasser in dieser Gegend besonders belastet ist,
da sich in der Umgebung alle möglichen Abwässer ungehindert in den Rio ergießen können...
Kurz vor Sonnenuntergang kehre ich um. Ich bin rechtzeitig zurück, um die Sonne vor einem feurig orangefarbenen Himmel hinter der Altstadt verschwinden zu sehen. Ich fahre kurz ins Hotel zurück, um mich frisch zu machen und ziehe dann noch einmal los in Richtung city.

Zuerst lande ich in einer kleinen Kneipe mit dem Namen "la Ronda". Ich bestelle mir ein Bier, beobachte die Leute und gieße die laue Luft direkt am Rio. In dem kleinen Lokal wird richtig gute Musik gespielt. Hier sind öfter auch mal live Bands zu erleben. Eine Ecke weiter lässt mich mein aufkommender Appetit kurz in einer Pizzeria Halt machen, bevor ich weiter durch die nächtliche Straßen ziehe.
Gegen Mitternacht entdecke ich einen kleinen Tango-Tanzsaal. Was ich hier erlebe kann ich nicht besser als Heinz Peter Schwerfel (in seinem Buch 'Buenos Aires intensiv') beschreiben:
"Die Regeln des Tango sind streng. Nur Oberkörper dürfen sich beim Tanzen berühren. Der Mann hält sich kerzengerade, die Frau lehnt an seiner Brust, der Unterleib bleibt auf Distanz. Tango ist kein Tanz der Anmache, dafür ist er zu kompliziert. Der Mann fordert die gewünschte Partnerin erst nach einer kurzen, Zustimmung einfordernden Kopfbewegung auf, um sicher zu gehen, dass er keinen Korb bekommt. Gesprochen wird nicht: Mit geschlossenen Augen wartet das Paar auf den inneren Einsatz zur Musik.

Der Mann führt, auch das ist Gesetz; ältere Frauen schließen während des Tanzes gern die Augen. Partnerinnen mit Rundungen werden deutlich bevorzugt, in jeder Altersklasse. Einige junge Frauen tanzen in Tennisschuhen, aber das ist die Ausnahme. Die meisten streifen nach der Ankunft unter dem Tisch diskret Pumps mit hohen Absätzen über... Nach fünf, spätestens sechs Stücken erklingt jeweils ein Separador, ein heftiger Popsong vom Band, der die Tanzfläche binnen Sekunden reinigt."
Für einige Stunden ist mein Zeitgefühl lahmgelegt. Gegen halb 5 liege ich dann in meinem Bett und schlafe mit sehr intensiven Eindrücken ein.
Ich bin gesättigt, schnappe mir mein Auto und fahre in Richtung ciudad vieja. Diesmal komme ich ganz gut voran und fühle mich schon bedeutend sicherer. Mein Ziel ist das Hafengebiet. Ich parke vor dem Mercado del Puerto und nehme den Westeingang gleich neben dem Tagomuseum. Draußen ist es ätzend heiß, drinnen ganz angenehm kühl. Der Mercado ist, wie der Name schon sagt, eine riesige Markthalle, rustikal eingerichtet mit allerlei Ständen an denen die Grills schon angeworfen sind.
Hier brutzeln schon diverse leckere Sachen, nicht unbedingt geeignet für unsere vegetarischen Freunde. Ich bestelle mir einen medio y medio. Von dem habe ich schon gelesen, eine Mischung aus leichtem Weißwein und Sekt.
Sehr viel vertrage ich bei der Hitze aber nicht davon. Nach einem Glas ist Schluss, ich will ja noch was erleben und nicht schon zum Mittag benebelt durch die Gegend laufen. Bevor ich aber in Richtung Stadtstrand abdüse, gönne ich mir aber noch ein richtig gutes Mittagessen in einem der Restaurants. Ich bestelle mir "baby beef" und Lomito, dazu ein Glas Uruguayischen Rotwein. Alles sehr gut und unbedingt zu empfehlen.Draußen wir es jetzt erst richtig heiß. Ich will ans Wasser!
Ich hatte schon erwähnt, dass der Rio de la Plata nicht mit dem Meer zu vergleichen ist. Es ist ein trüber brauner Fluss. Entlang der Ramblas in Montevideo gibt es viele Plätze, wo man angeln kann, wo man entspannt und die frische Luft genießt. Und es gibt richtige Badestrände, Buchten mit aufgeschüttetem feinen Sand. Ich kann mich trotzdem nicht entschließen ins Wasser zu gehen.
Ich verbrige den Tag damit, am Ufer des Rio entlang zu fahren, an verschiedenen Stellen anzuhalten und einfach am Wasser etwas zu entspannen. Etwas außerhalb der Stadt gibt es sehr schöne Ecken, wo man sicher ganz gut leben kann. Ich sehe Leute, die lesen, angeln oder einfach nur sitzen und Mate trinken. Bis zum frühen Abend komme ich auf diese Art bis zum ehemaligen Hotel Casino Carrasco. Hier ist der Strand wirklich sehr schön. Später erfahre ich aber, dass das Wasser in dieser Gegend besonders belastet ist,
da sich in der Umgebung alle möglichen Abwässer ungehindert in den Rio ergießen können...Kurz vor Sonnenuntergang kehre ich um. Ich bin rechtzeitig zurück, um die Sonne vor einem feurig orangefarbenen Himmel hinter der Altstadt verschwinden zu sehen. Ich fahre kurz ins Hotel zurück, um mich frisch zu machen und ziehe dann noch einmal los in Richtung city.

Zuerst lande ich in einer kleinen Kneipe mit dem Namen "la Ronda". Ich bestelle mir ein Bier, beobachte die Leute und gieße die laue Luft direkt am Rio. In dem kleinen Lokal wird richtig gute Musik gespielt. Hier sind öfter auch mal live Bands zu erleben. Eine Ecke weiter lässt mich mein aufkommender Appetit kurz in einer Pizzeria Halt machen, bevor ich weiter durch die nächtliche Straßen ziehe.
Gegen Mitternacht entdecke ich einen kleinen Tango-Tanzsaal. Was ich hier erlebe kann ich nicht besser als Heinz Peter Schwerfel (in seinem Buch 'Buenos Aires intensiv') beschreiben:
"Die Regeln des Tango sind streng. Nur Oberkörper dürfen sich beim Tanzen berühren. Der Mann hält sich kerzengerade, die Frau lehnt an seiner Brust, der Unterleib bleibt auf Distanz. Tango ist kein Tanz der Anmache, dafür ist er zu kompliziert. Der Mann fordert die gewünschte Partnerin erst nach einer kurzen, Zustimmung einfordernden Kopfbewegung auf, um sicher zu gehen, dass er keinen Korb bekommt. Gesprochen wird nicht: Mit geschlossenen Augen wartet das Paar auf den inneren Einsatz zur Musik.

Der Mann führt, auch das ist Gesetz; ältere Frauen schließen während des Tanzes gern die Augen. Partnerinnen mit Rundungen werden deutlich bevorzugt, in jeder Altersklasse. Einige junge Frauen tanzen in Tennisschuhen, aber das ist die Ausnahme. Die meisten streifen nach der Ankunft unter dem Tisch diskret Pumps mit hohen Absätzen über... Nach fünf, spätestens sechs Stücken erklingt jeweils ein Separador, ein heftiger Popsong vom Band, der die Tanzfläche binnen Sekunden reinigt."
Für einige Stunden ist mein Zeitgefühl lahmgelegt. Gegen halb 5 liege ich dann in meinem Bett und schlafe mit sehr intensiven Eindrücken ein.
Dienstag, 6. April 2010
Mit dem "Gummi"-Auto durch Montevideo
Auf der Busfahrt von Colonia nach Montevideo habe ich Zeit, ein wenig zu schlafen. Kurz vor Mitternacht bin ich wieder in der Hauptstadt Uruguays.
Der Übergang in den nächsten Tag ist fließend. Trotz des langen Tages bin ich noch nicht erledigt genug, um sofort in mein Hotelbett zu fallen. Ich finde im Zentrum der Altstadt einen Pub, der offensichtlich die ganze Nacht geöffnet hat.
Ich habe Hunger und bestelle mir eine Pizza und ein frisches Bier dazu. In den Straßen ist ansonsten nicht mehr so viel los. Gegen vier bin ich zurück im Hotel. Zeit, schlafen zu gehen.
Den Morgen beginne ich mit einem Frühstück direkt am Boulevard Artigas. Vorher schaue ich bei Europcar, ganz in der Nähe, vorbei. Ab heute habe ich also ein Auto hier. Ich hätte wahrscheinlich darauf verzichtet, wenn ich an die letzte Taxifahrt denke. Der Verkehr in der City ist zwar nicht übermäßig groß, dafür aber rein chaotisch. Trotzdem möchte ich mich schon unabhängig bewegen können und auch mal aus der Stadt rauskommen. Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, in Montevideo zu jeder Zeit ein Mietauto zu bekommen, jedenfalls nicht, wenn man dafür nicht Unmengen bezahlen will. Also bin ich froh, dass es heute klappt. Schon die Übergabe ist spannend. Ich warte bis das Auto aus der Wäsche kommt (das war sicher auch notwendig). Dann erfolgt die Übergabe mit Protokoll, auf dem eine sehr freundliche Angestellte von Europcar jede Delle mit einem Kreuz auf dem Bogen vermerkt. Zum Schluss ist die Darstellung des Autos vor lauter Kreuzen nicht mehr zu sehen. Das Radioteil lässt sich erst nach zehn Versuchen richtig arretieren, die Schaltung ist sehr ausgeleiert und das Kupplungsspiel extrem groß. Ich schaffe es trotzdem zu starten und traue mich todesmutig auf die Straße. Die ist hier ca. 4 Fahrspuren breit, allerdings gibt es keine Markierungen. Wer am schnellsten fährt, bestimmt, wo die Fahrspur langführt.

Ich muss ständig voll aufs Gas treten, um vorwärts zu kommen, schaffe aber die ersten drei Kilometer ohne anzuecken. Dann muss ich Pause machen, um mich vom ersten Stress zu erholen. Außerdem muss ich nachsehen, warum mein Auto plötzlich extrem nach verschmortem Gummi riecht. Ich kann aber nichts Auffälliges entdecken. Ich gönne mir und dem Auto eine kleine Pause.... Am Ende des Tages fahre ich übrigens perfekt! ;-)
Am Ufer des Rio de la Plata kann man um diese Zeit herrlich entspannen. Die Sonne scheint und es ist um diese Zeit nicht zu heiß. Baden kann man hier allerdings nicht. Das Ufer ist sehr steinig, dass Wasser eine ziemlich braune Brühe. Ein Stück weiter in Richtung Stadtzentrum gibt es einen Badestrand mit aufgeschüttetem feinen Sand. Aber auch hier würde ich nur in der allergrößten Hitze mal meinen großen Zeh reinhalten. Es ist eben nicht der Atlantik und deshalb ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich fahre weiter in Richtung ciudad vieja, stelle mein nach Gummi stinkendes Auto in einer Seitenstraße ab und verbringe den Nachmittag mit einem ausgiebigen Stadtbummel.
Ich starte am Plaza Independencia, dem zentralen Platz in der Altstadt, laufe dann durch die kleinen Straßen und Gassen der Altstadt, knipse alles, was mir vor die Linse kommt, besorge ein paar Mitbringsel.. Ich bin heute mal Tourist.
Irgendwann sind die Beine wieder lahm. Ich fahre zurück zum Hotel. Die Fahrt ist sehr spannend. Ich weiß eigentlich nie, wann ich Vorfahrt habe (da ich mich sehr auf die Bedienung meines Autos konzentrieren muss, fällt es mir schwer, auf den Verkehr zu achten). An den Kreuzungen orientiere ich mich einfach daran, wie die anderen Autofahrer reagieren. Das funktioniert ganz gut. Ich komme problemlos im Hotel an. Nach einer kurzen Erfrischung mache ich mich wieder auf den Weg. Mein Magen braucht Beschäftigung und ich möchte heute noch ein wenig unter Leute kommen...
Ich nehme mir ein Taxi, lasse mich in Richtung Zoo bringen und lande in einer Art open air Bar. Tatsächlich sitze ich in einem großen Vorgarten. Der Boden ist mit feinem Kies aufgeschüttet, neben meinem Tisch steht ein (echter!) Baum.
Irgendwie fühlt man sich trotzdem 'drinnen', denn es gibt Wände und auch ein Dach aus Zeltplanen. Da es dunkel ist, hab ich tatsächlich das Gefühl, inerhalb eines Gebäudes zu sitzen. Hinter mir ist eine Geburtstagsparty im Gange, vor mir spielt eine Band portugiesische Live-Musik. Die Stimmung ist sehr entspannt, das Essen und der Wein schmecken sehr gut und das alles führt dazu, dass ich schlagartig ziemlich müde werde und Verlangen nach meinem Bett spüre...
Der Übergang in den nächsten Tag ist fließend. Trotz des langen Tages bin ich noch nicht erledigt genug, um sofort in mein Hotelbett zu fallen. Ich finde im Zentrum der Altstadt einen Pub, der offensichtlich die ganze Nacht geöffnet hat.

Ich habe Hunger und bestelle mir eine Pizza und ein frisches Bier dazu. In den Straßen ist ansonsten nicht mehr so viel los. Gegen vier bin ich zurück im Hotel. Zeit, schlafen zu gehen.
Den Morgen beginne ich mit einem Frühstück direkt am Boulevard Artigas. Vorher schaue ich bei Europcar, ganz in der Nähe, vorbei. Ab heute habe ich also ein Auto hier. Ich hätte wahrscheinlich darauf verzichtet, wenn ich an die letzte Taxifahrt denke. Der Verkehr in der City ist zwar nicht übermäßig groß, dafür aber rein chaotisch. Trotzdem möchte ich mich schon unabhängig bewegen können und auch mal aus der Stadt rauskommen. Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, in Montevideo zu jeder Zeit ein Mietauto zu bekommen, jedenfalls nicht, wenn man dafür nicht Unmengen bezahlen will. Also bin ich froh, dass es heute klappt. Schon die Übergabe ist spannend. Ich warte bis das Auto aus der Wäsche kommt (das war sicher auch notwendig). Dann erfolgt die Übergabe mit Protokoll, auf dem eine sehr freundliche Angestellte von Europcar jede Delle mit einem Kreuz auf dem Bogen vermerkt. Zum Schluss ist die Darstellung des Autos vor lauter Kreuzen nicht mehr zu sehen. Das Radioteil lässt sich erst nach zehn Versuchen richtig arretieren, die Schaltung ist sehr ausgeleiert und das Kupplungsspiel extrem groß. Ich schaffe es trotzdem zu starten und traue mich todesmutig auf die Straße. Die ist hier ca. 4 Fahrspuren breit, allerdings gibt es keine Markierungen. Wer am schnellsten fährt, bestimmt, wo die Fahrspur langführt.

Ich muss ständig voll aufs Gas treten, um vorwärts zu kommen, schaffe aber die ersten drei Kilometer ohne anzuecken. Dann muss ich Pause machen, um mich vom ersten Stress zu erholen. Außerdem muss ich nachsehen, warum mein Auto plötzlich extrem nach verschmortem Gummi riecht. Ich kann aber nichts Auffälliges entdecken. Ich gönne mir und dem Auto eine kleine Pause.... Am Ende des Tages fahre ich übrigens perfekt! ;-)
Am Ufer des Rio de la Plata kann man um diese Zeit herrlich entspannen. Die Sonne scheint und es ist um diese Zeit nicht zu heiß. Baden kann man hier allerdings nicht. Das Ufer ist sehr steinig, dass Wasser eine ziemlich braune Brühe. Ein Stück weiter in Richtung Stadtzentrum gibt es einen Badestrand mit aufgeschüttetem feinen Sand. Aber auch hier würde ich nur in der allergrößten Hitze mal meinen großen Zeh reinhalten. Es ist eben nicht der Atlantik und deshalb ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich fahre weiter in Richtung ciudad vieja, stelle mein nach Gummi stinkendes Auto in einer Seitenstraße ab und verbringe den Nachmittag mit einem ausgiebigen Stadtbummel.
Ich starte am Plaza Independencia, dem zentralen Platz in der Altstadt, laufe dann durch die kleinen Straßen und Gassen der Altstadt, knipse alles, was mir vor die Linse kommt, besorge ein paar Mitbringsel.. Ich bin heute mal Tourist.Irgendwann sind die Beine wieder lahm. Ich fahre zurück zum Hotel. Die Fahrt ist sehr spannend. Ich weiß eigentlich nie, wann ich Vorfahrt habe (da ich mich sehr auf die Bedienung meines Autos konzentrieren muss, fällt es mir schwer, auf den Verkehr zu achten). An den Kreuzungen orientiere ich mich einfach daran, wie die anderen Autofahrer reagieren. Das funktioniert ganz gut. Ich komme problemlos im Hotel an. Nach einer kurzen Erfrischung mache ich mich wieder auf den Weg. Mein Magen braucht Beschäftigung und ich möchte heute noch ein wenig unter Leute kommen...
Ich nehme mir ein Taxi, lasse mich in Richtung Zoo bringen und lande in einer Art open air Bar. Tatsächlich sitze ich in einem großen Vorgarten. Der Boden ist mit feinem Kies aufgeschüttet, neben meinem Tisch steht ein (echter!) Baum.
Irgendwie fühlt man sich trotzdem 'drinnen', denn es gibt Wände und auch ein Dach aus Zeltplanen. Da es dunkel ist, hab ich tatsächlich das Gefühl, inerhalb eines Gebäudes zu sitzen. Hinter mir ist eine Geburtstagsparty im Gange, vor mir spielt eine Band portugiesische Live-Musik. Die Stimmung ist sehr entspannt, das Essen und der Wein schmecken sehr gut und das alles führt dazu, dass ich schlagartig ziemlich müde werde und Verlangen nach meinem Bett spüre...
Montag, 5. April 2010
Buenos Aires zu Fuß
Manchmal klappt es nicht immer mit dem internet-Zugang. Ich bin deshalb gezwungen, die folgenden Kapitel etwas zeitversetzt zu veröffentlichen.
Ich bin, wie immer früh wach. Frühstück gibt es hier nicht vor halb neun. Also nutze ich die Zeit für eine ausgiebige Dusche und um meine Sachen zu packen. Ich bin tatsächlich der Erste im Frühstücksraum. Das Bufet ist nicht sehr umfangreich, aber ausreichend und lecker. Kaffee gibts genug. Das ist morgens immer wichtig für mich. Ich checke kurz nach 10 aus und starte in einen sonnigen Tag. Der Berufsverkehr ist in vollem Gange, man muss tatsächlich wahnsinnig auf die mehr als schnell fahrenden Busse achten. Ansonsten scheint die Stadt noch zu schlafen. Ich komme wieder an den kleinen Platz, wo gestern abend noch die Tango-Hölle los war. Die Sonne ist schon herrlich warm, ich genehmige mir einen Cappuccino und beobachte die Leute, die den Morgen hier genießen.
Auch um 11 haben die meisten Geschäfte noch geschlossen (ich glaube, richtig Deutsche würden sich hier nicht zurecht finden. Mir gefällt es). Ich laufe durch die gerade erwachende Markthalle und dann im Zick Zack durch die kleinen Straßen zum Plaza Mayo. Hier ist um die Mittagszeit ganz schön was los. Ich verschnaufe ein paar Minuten, um mich für meinen nun folgenden Gewaltmarsch zu rüsten. Ich kann von hier aus schon den Obelisken sehen, der steht auf einem Platz mitten auf der Avenida 9 de Julio, der angeblich breitesten Straße Amerikas.
Die Dimensionen dieser Straßen sind tatsächlich gigantisch. Als ich später dort ankomme, zähle ich sieben Fahrspuren. Nimmt man die unmittelbar angrenzenden Straßen dazu, kommt man auf mindestens 10 und zwar in jede Richtung! Die Entfernungen im Zentrum sind noch ganz gut überschaubar. Ich brauche trotzdem fast drei Stunden bis ich am Parlamentsgebäude angekommen bin, weil ich immer mal wieder einen Abstecher in Seitenstraßen oder durch Fußgängerzonen mache. Und nach einer weiteren kleinen Pause, geht der Marsch auch schon weiter. Ich will hier nicht klagen, auch wenn ich das Gefühl habe, dass meine Sohlen fast durchgelatscht sind. Aber ich denke, eine Stadt spürt man am ehesten, wenn man sie sich "erläuft".
Irgendwann entschließe ich mich doch, ein paar Stationen mit der U-Bahn zu fahren.Ich zahle 1,10 Pesos und fahre bis zum Plaza Italia. Hier ist man direkt am Zoo, am Botanischen Garten und an der Grenze zu Soho, einem sehr lustigen Stadtviertel mit kleinen bunten Häusern, jeder Menge Lokalen und wunderbaren Alleebäumen. Ich suche mir ein schönes Plätzchen und genieße erstmal ein kühles Bier. Meinen Füßen tut das sehr gut!
Der Nachmittag neigt sich langsam dem Ende. Ich will heute noch zurück nach Uruguay, habe allerdings keine Ahnung, wann die Fähren starten. Also starte ich, bevor es ganz dunkel ist per Underground und per pedes zurück zum Fährhafen. Leider gibt es heute keine direkte Verbindung mehr nach Montevideo. Aber über Colonia kann ich noch ein ticket bekommen (ist nur eine Stunde Umweg).
Ich bin angenehm ermüdet und sitze kurz nach sieben mit ziemlich vielen Eindrücken in der Fähre, die mich gleich über den Rio de la Plata bringt.
Ich bin, wie immer früh wach. Frühstück gibt es hier nicht vor halb neun. Also nutze ich die Zeit für eine ausgiebige Dusche und um meine Sachen zu packen. Ich bin tatsächlich der Erste im Frühstücksraum. Das Bufet ist nicht sehr umfangreich, aber ausreichend und lecker. Kaffee gibts genug. Das ist morgens immer wichtig für mich. Ich checke kurz nach 10 aus und starte in einen sonnigen Tag. Der Berufsverkehr ist in vollem Gange, man muss tatsächlich wahnsinnig auf die mehr als schnell fahrenden Busse achten. Ansonsten scheint die Stadt noch zu schlafen. Ich komme wieder an den kleinen Platz, wo gestern abend noch die Tango-Hölle los war. Die Sonne ist schon herrlich warm, ich genehmige mir einen Cappuccino und beobachte die Leute, die den Morgen hier genießen.

Auch um 11 haben die meisten Geschäfte noch geschlossen (ich glaube, richtig Deutsche würden sich hier nicht zurecht finden. Mir gefällt es). Ich laufe durch die gerade erwachende Markthalle und dann im Zick Zack durch die kleinen Straßen zum Plaza Mayo. Hier ist um die Mittagszeit ganz schön was los. Ich verschnaufe ein paar Minuten, um mich für meinen nun folgenden Gewaltmarsch zu rüsten. Ich kann von hier aus schon den Obelisken sehen, der steht auf einem Platz mitten auf der Avenida 9 de Julio, der angeblich breitesten Straße Amerikas.

Die Dimensionen dieser Straßen sind tatsächlich gigantisch. Als ich später dort ankomme, zähle ich sieben Fahrspuren. Nimmt man die unmittelbar angrenzenden Straßen dazu, kommt man auf mindestens 10 und zwar in jede Richtung! Die Entfernungen im Zentrum sind noch ganz gut überschaubar. Ich brauche trotzdem fast drei Stunden bis ich am Parlamentsgebäude angekommen bin, weil ich immer mal wieder einen Abstecher in Seitenstraßen oder durch Fußgängerzonen mache. Und nach einer weiteren kleinen Pause, geht der Marsch auch schon weiter. Ich will hier nicht klagen, auch wenn ich das Gefühl habe, dass meine Sohlen fast durchgelatscht sind. Aber ich denke, eine Stadt spürt man am ehesten, wenn man sie sich "erläuft".
Irgendwann entschließe ich mich doch, ein paar Stationen mit der U-Bahn zu fahren.Ich zahle 1,10 Pesos und fahre bis zum Plaza Italia. Hier ist man direkt am Zoo, am Botanischen Garten und an der Grenze zu Soho, einem sehr lustigen Stadtviertel mit kleinen bunten Häusern, jeder Menge Lokalen und wunderbaren Alleebäumen. Ich suche mir ein schönes Plätzchen und genieße erstmal ein kühles Bier. Meinen Füßen tut das sehr gut!
Der Nachmittag neigt sich langsam dem Ende. Ich will heute noch zurück nach Uruguay, habe allerdings keine Ahnung, wann die Fähren starten. Also starte ich, bevor es ganz dunkel ist per Underground und per pedes zurück zum Fährhafen. Leider gibt es heute keine direkte Verbindung mehr nach Montevideo. Aber über Colonia kann ich noch ein ticket bekommen (ist nur eine Stunde Umweg).
Ich bin angenehm ermüdet und sitze kurz nach sieben mit ziemlich vielen Eindrücken in der Fähre, die mich gleich über den Rio de la Plata bringt.
Sonntag, 4. April 2010
Buenos Aires
Gegen 16 Uhr betrete ich das Argentinische Festland. Ist schon ein irres Gefühl. Noch irrer ist es, nicht zu wissen, wo ich mich genau befinde. Ich habe weder einen Stadtplan, noch eine Unterkunft. Ich besitze eigentlich keine Spanischkenntnisse und habe auch kein Argentinisches Geld in der Tasche. Es gibt zwar eine Tourist Information. Aber die Damen dort können mir bei der Suche nach einem Hotel leider nicht helfen. Und einen Stadtplan solle ich mir doch in der City kaufen. Es liegt wohl daran, dass heute Sonntag ist. Immerhin drucken sie mir eine drei seitige Liste mit Hotelnamen und Telefonnummern (aber ohne Adressen) aus. Damit kann ich natürlich überhaupt nichts anfangen. Also laufe ich erstmal dorthin, wo die Häuser am höchsten sind. Ich bin in der downtown. In der Nähe gibt es zum Glück ein Holyday Inn.
Dort bekomme ich neben einem Stadtplan, auch die Info, wo es preisgünstige Hotels geben könnte und auch gleich die Richtung, in der sich der nächste Geldautomat befindet. Ich habe jetzt ein Ziel, Hilfsmittel mich zu orientieren und kurze Zeit später auch das nötige Argentinische Geld. Jetzt kann die Entdeckungstour losgehen.
Ich bin sehr schnell im Zentrum am Plaza de Mayo. Ein wunderbarer, sehr belebter Platz. Ich will in Richtung San Telmo und nehme die Defensa. Die Entfernungen sind zu Fuß gut zu bewältigen. Heute ist die Straße ein einziger Markt. Kilometerweit erstrecken sich alle möglichen Stände mit Süß- ud Lederwaren, Bildern, Schmuck, CDs, diversen Leckerein. An jeder Ecke gibt es live Musik oder Kunst Performances.
Obwohl ich meine Tasche fest an mich drücke, fühle ich mich doch recht wohl in diesem Treiben. Nach gut einem Kilometer erreiche ich den Plaza Dorrego. Hier spielt eine kleine Kapelle Tango und zwei ältere Paare tanzen unter freiem Himmel dazu. Die Stimmung ist grandios. Jetzt weiß ich tatsächlich, dass ich in Argentinien angekommen bin.

Die Hotels, die sich hier befinden sollen, kann ich nicht finden. Dafür entdecke ich in einer Seitenstraße den sehr unscheinbaren Eingang eines Hostels. Von innen erweist es sich als ziemlich nobel. Hier bette ich gern mein Haupt für eine Nacht. Ich checke ein und bin kurz darauf wieder in den Straßen, um etwas Essbares zu finden. Ich stehe vor einer Pizzeria, wo man tatsächlich an der verschlossenen Tür klingeln muss, um eingelassen zu werden. Das Innere ist sehr stylish eingerichtet mit guten Fotografien an der Wand und gefüllt mit allerlei Leuten, von denen gerade einer mit dem Belag seiner Pizza kämpft (der Käse lässt sich meterweit ziehen). Ich bestelle mir Pasta und ein kleines Bier (0,65!) und verlasse sehr zufrieden nach einer Stunde die Lokalität. Auf dem kleinen Platz tanzen jetzt mindestens zwanzig Paare Tango, diesmal sind auch ganz junge dabei. Ich drehe eine kleine nächtliche Runde bis zur Avenida 9 de Julio und kehre dann durch die verlassenen Straßen nach San Telmo zurück.
Kurz vor meinem Hostel werde ich auf ein Geräusch aufmerksam, dem ich mich nicht entziehen kann. Ich folge den rhythmischen Lauten bis ich mich plötzlich in einer Gruppe tanzender Menschen befinde. Sie bewegen sich um ca. 15 Trommler, die wahnsinning laut auf ihre Instrumente einschlagen, dass einem wirklich die Bauchdecke vibriert. Jeder trommelt dabei seinen eigenen Rhythmus, alles wirkt trotzdem wie ein harmonisches Ganzes, wie ein einziger Organismus. Diese geballte Energie versetzt die Leute ringsum nahezu in Trance. Ach ich werde davon vereinnahmt und wandere langsam Schritt für Schritt eine ganze Stunde mit diesem Trommelgebilde mit. Irgendwann bleibe ich stehen und lasse das trommelnde Etwas weiterziehen, das auch nachdem ich es aus den Augen verloren habe, nicht eine einzige Pause gemacht hat. Das ist wirklich irre!

Ich falle kurz darauf müde, aber sehr entspannt in mein großes Bett und habe ganz vergessen, dass heute eigentlich Ostersonntag ist.
Dort bekomme ich neben einem Stadtplan, auch die Info, wo es preisgünstige Hotels geben könnte und auch gleich die Richtung, in der sich der nächste Geldautomat befindet. Ich habe jetzt ein Ziel, Hilfsmittel mich zu orientieren und kurze Zeit später auch das nötige Argentinische Geld. Jetzt kann die Entdeckungstour losgehen. Ich bin sehr schnell im Zentrum am Plaza de Mayo. Ein wunderbarer, sehr belebter Platz. Ich will in Richtung San Telmo und nehme die Defensa. Die Entfernungen sind zu Fuß gut zu bewältigen. Heute ist die Straße ein einziger Markt. Kilometerweit erstrecken sich alle möglichen Stände mit Süß- ud Lederwaren, Bildern, Schmuck, CDs, diversen Leckerein. An jeder Ecke gibt es live Musik oder Kunst Performances.
Obwohl ich meine Tasche fest an mich drücke, fühle ich mich doch recht wohl in diesem Treiben. Nach gut einem Kilometer erreiche ich den Plaza Dorrego. Hier spielt eine kleine Kapelle Tango und zwei ältere Paare tanzen unter freiem Himmel dazu. Die Stimmung ist grandios. Jetzt weiß ich tatsächlich, dass ich in Argentinien angekommen bin.
Die Hotels, die sich hier befinden sollen, kann ich nicht finden. Dafür entdecke ich in einer Seitenstraße den sehr unscheinbaren Eingang eines Hostels. Von innen erweist es sich als ziemlich nobel. Hier bette ich gern mein Haupt für eine Nacht. Ich checke ein und bin kurz darauf wieder in den Straßen, um etwas Essbares zu finden. Ich stehe vor einer Pizzeria, wo man tatsächlich an der verschlossenen Tür klingeln muss, um eingelassen zu werden. Das Innere ist sehr stylish eingerichtet mit guten Fotografien an der Wand und gefüllt mit allerlei Leuten, von denen gerade einer mit dem Belag seiner Pizza kämpft (der Käse lässt sich meterweit ziehen). Ich bestelle mir Pasta und ein kleines Bier (0,65!) und verlasse sehr zufrieden nach einer Stunde die Lokalität. Auf dem kleinen Platz tanzen jetzt mindestens zwanzig Paare Tango, diesmal sind auch ganz junge dabei. Ich drehe eine kleine nächtliche Runde bis zur Avenida 9 de Julio und kehre dann durch die verlassenen Straßen nach San Telmo zurück.

Kurz vor meinem Hostel werde ich auf ein Geräusch aufmerksam, dem ich mich nicht entziehen kann. Ich folge den rhythmischen Lauten bis ich mich plötzlich in einer Gruppe tanzender Menschen befinde. Sie bewegen sich um ca. 15 Trommler, die wahnsinning laut auf ihre Instrumente einschlagen, dass einem wirklich die Bauchdecke vibriert. Jeder trommelt dabei seinen eigenen Rhythmus, alles wirkt trotzdem wie ein harmonisches Ganzes, wie ein einziger Organismus. Diese geballte Energie versetzt die Leute ringsum nahezu in Trance. Ach ich werde davon vereinnahmt und wandere langsam Schritt für Schritt eine ganze Stunde mit diesem Trommelgebilde mit. Irgendwann bleibe ich stehen und lasse das trommelnde Etwas weiterziehen, das auch nachdem ich es aus den Augen verloren habe, nicht eine einzige Pause gemacht hat. Das ist wirklich irre!

Ich falle kurz darauf müde, aber sehr entspannt in mein großes Bett und habe ganz vergessen, dass heute eigentlich Ostersonntag ist.
Rio de la Plata
Wenn man Uruguay besucht, wird man an einer Sache nicht vorbeikommen - "Mate". Ich beschreibe das am besten als Tee, den eine Menge Einheimischer nahezu ununterbrochen trinken. Dazu schleppen sie tatsaechlich den ganzen Tag, ein Gefaess mit Mate-Kraut und die dazugehoerige Thermoskanne mit sich herum. Von Zeit zu Zeit wird Wasser in das mit yerba gefuellte Gefaess nachgefuellt (und zwar heisses! Sommer wie Winter). Den sich am Boden bildenden Sud trinkt man dann durch einen speziellen Metall"strohhalm". Wenn man dem Gemisch saemtliche Feuchtigkeit entzogen hat, wird nachgegossen. Warum mache die Leute das? Mate enthaelt unter anderem Coffein und die staendige Beschaftigung und das "Ziehen" am Metallroehrchen spielt eine aehnliche Rolle wie das Rauchen einer Zigarrette.
Heute Morgen probiere ich also Mate mit dem Fruehstueck! Ich suche mir einen kleinen patio, der zu einem Cafe gehoert und geniesse den Morgen mit diesem Ritual. Geschmacklich erinnert mich das Matekraut and starken gruenen Tee.
Und es ist tatsaechlich entspannend. Man vergisst einfach die Zeit.....
Ganz verlieren darf ich mich aber nicht, denn ich will heute noch nach Argentinien. Es ist üblich, die Fähre zu nehmen. Das ist einigermaßen erschwinglich und spart enorm viel Zeit. Mit dem Bus muss man für eine Tour von Montevideo nach Buenos Aires einen halben Tag einplanen. Die Schnellfähren von Colonia oder Montevideo benötigen ca. eine bzw. zweieinhalb Stunden. Man sollte sich aber rechtzeitung um Plätze kümmern. Es ist nicht selbstverständlich, dass man mit der nächsten Fähre mitkommt. Aber es gibt genügend Verbindungen am Tag, so dass ich ein Ticket für den frühen Nachmittag bekomme.
Ich finde mich auf einer relativ großen Auto-Faehre, wieder, von außen etwas ramponiert aber nicht zu sehr runtergekommen und mit einigermaßen bequemen Sitzgelegenheiten. Der Rio de la Plata ist ja eigentlich eine Mischung aus Fluss und Meeresbucht. Trotzdem kann man sich wie auf dem Meer fühlen. Es ist ausreichend windig und das Schiff schwingt sich in ein kräftiges Auf und Ab ein. Mir macht das heute überhaupt nichts aus. Ich habe ja genug Mate konsumiert. Über mir ein blauer Himmel, vor mir die sich nähernde Skyline der Argentinischen Hauptstadt. Für vernünftige Foto sind die Frontscheiben der Fähre leider zu verdreckt. Kein Grund, die Fahrt nicht zu genießen.
Heute Morgen probiere ich also Mate mit dem Fruehstueck! Ich suche mir einen kleinen patio, der zu einem Cafe gehoert und geniesse den Morgen mit diesem Ritual. Geschmacklich erinnert mich das Matekraut and starken gruenen Tee.
Und es ist tatsaechlich entspannend. Man vergisst einfach die Zeit.....Ganz verlieren darf ich mich aber nicht, denn ich will heute noch nach Argentinien. Es ist üblich, die Fähre zu nehmen. Das ist einigermaßen erschwinglich und spart enorm viel Zeit. Mit dem Bus muss man für eine Tour von Montevideo nach Buenos Aires einen halben Tag einplanen. Die Schnellfähren von Colonia oder Montevideo benötigen ca. eine bzw. zweieinhalb Stunden. Man sollte sich aber rechtzeitung um Plätze kümmern. Es ist nicht selbstverständlich, dass man mit der nächsten Fähre mitkommt. Aber es gibt genügend Verbindungen am Tag, so dass ich ein Ticket für den frühen Nachmittag bekomme.
Ich finde mich auf einer relativ großen Auto-Faehre, wieder, von außen etwas ramponiert aber nicht zu sehr runtergekommen und mit einigermaßen bequemen Sitzgelegenheiten. Der Rio de la Plata ist ja eigentlich eine Mischung aus Fluss und Meeresbucht. Trotzdem kann man sich wie auf dem Meer fühlen. Es ist ausreichend windig und das Schiff schwingt sich in ein kräftiges Auf und Ab ein. Mir macht das heute überhaupt nichts aus. Ich habe ja genug Mate konsumiert. Über mir ein blauer Himmel, vor mir die sich nähernde Skyline der Argentinischen Hauptstadt. Für vernünftige Foto sind die Frontscheiben der Fähre leider zu verdreckt. Kein Grund, die Fahrt nicht zu genießen.
Samstag, 3. April 2010
Colonia del Sacramento
Endlich habe ich es geschafft, eine Tastatur zu besorgen, mit der man auch Deutsch schreiben kann. Das heißt, hier sind die Buchstaben und Zeichen dort, wo sie hingehören.
Ich bin zeitig wach, meine innere Uhr ist noch nicht umgestellt. Nach einem erstaunlich guten Frühstück im Hotel, gehe ich zum Busbahnhof rüber und kaufe mir ein Ticket nach Colonia. Eigentlich hatte ich vor, mir für meinen Aufenthalt hier einen Mietwagen zu nehmen. Die Vermietstation hat aber erst ab Dienstag wieder Autos im Angebot. So bin ich also erstmal auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, was aber nicht die schlechteste Variante ist. Die Busse, die hier über Land fahren ("Buquebus")sind sehr moderne Reisebusse, die Fahrt ist also sehr komfortabel und nicht teuer.
Colonia del Sacramento liegt westlich von Montevideo, 180 km entfernt. Die Landschaft sieht zum Teil europäisch aus, nur die Palmen verfremden das Bild. Es gibt sogar "deutsche" Kühe. Ich hatte immer Bilder von argentinischen Rindern im Kopf.
Unterwegs werde ich Zuschauer eines größeren Radrennens (vielleicht eine Art von uruguaischer Friedensfahrt). Ein sehr kompaktes Hauptfeld und nur ein kleine Spitzengruppe. Der Busfahrer hat das Radio an, ich glaube, dass das Rennen gerade live übertragen wird.
Ich steige bei phantastischem Wetter aus. Es ist etwas windig aber angenehm warm.
Colonia del Sacramento wurde 1680 von den Portugiesen als Brückenkopf zum gegenüberliegenden Buenos Aires gegründet.
Im Grunde genommen ist es ein altes Handels- und Schmugglerstädtchen gewesen und war immer wieder Ort der Auseinandersetzungen zwischen Portugal und Spanien in der Rio de la Plata Region.
Den Einfluss beider Mächte sieht man ganz deutlich an den unterschiedlichen Häusern und Straßenpflastern im Barrio Hístorico, das mittlerweile zum Weltkulturerbe gehört. Es ist herrlich, durch die alten Gaesschen zu laufen, besonders zu dieser Zeit, wo sich die Touristen nicht gegenseitig auf die Fuesse treten. Vernuenftiges Schuhwerk braucht man allerdings. Die Strassenbepflasterung ist mit Sicherheit nichts fuer Stoeckelschuhe. Es gibt wunderschoene kleine Gaerten, kleine Cafes und Laeden. Okay, es ist alles schon sehr touristisch aufgepeppelt, aber sehr dosiert und deshalb auch entspannend. Ich klettere die 118 Stufen zur Spitze des Leuchtturms hoch. Von hier hat man einen guten Ueberblick ueber die kleine Stadt und kann auf der anderen Seite des Rio die Skyline von Buenos Aires erkennen.
Wieder unten, erlebe ich in einem Cafe einen phantastischen Sonnenuntergang, umgeben von tausenden Schmetterlingen und leider auch einer Menge Muecken. Ich besuche danach noch die eine und andere Lokalitaet und bin nach dem Anwenden meiner vorhanden Spanischkenntnisse (was das Bestellen von Getraenken angeht) und ein paar Bieren reif fuer den Rueckweg und fuer mein Bett.
Ich bin zeitig wach, meine innere Uhr ist noch nicht umgestellt. Nach einem erstaunlich guten Frühstück im Hotel, gehe ich zum Busbahnhof rüber und kaufe mir ein Ticket nach Colonia. Eigentlich hatte ich vor, mir für meinen Aufenthalt hier einen Mietwagen zu nehmen. Die Vermietstation hat aber erst ab Dienstag wieder Autos im Angebot. So bin ich also erstmal auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, was aber nicht die schlechteste Variante ist. Die Busse, die hier über Land fahren ("Buquebus")sind sehr moderne Reisebusse, die Fahrt ist also sehr komfortabel und nicht teuer.
Colonia del Sacramento liegt westlich von Montevideo, 180 km entfernt. Die Landschaft sieht zum Teil europäisch aus, nur die Palmen verfremden das Bild. Es gibt sogar "deutsche" Kühe. Ich hatte immer Bilder von argentinischen Rindern im Kopf.
Unterwegs werde ich Zuschauer eines größeren Radrennens (vielleicht eine Art von uruguaischer Friedensfahrt). Ein sehr kompaktes Hauptfeld und nur ein kleine Spitzengruppe. Der Busfahrer hat das Radio an, ich glaube, dass das Rennen gerade live übertragen wird.Ich steige bei phantastischem Wetter aus. Es ist etwas windig aber angenehm warm.
Colonia del Sacramento wurde 1680 von den Portugiesen als Brückenkopf zum gegenüberliegenden Buenos Aires gegründet.
Im Grunde genommen ist es ein altes Handels- und Schmugglerstädtchen gewesen und war immer wieder Ort der Auseinandersetzungen zwischen Portugal und Spanien in der Rio de la Plata Region.Den Einfluss beider Mächte sieht man ganz deutlich an den unterschiedlichen Häusern und Straßenpflastern im Barrio Hístorico, das mittlerweile zum Weltkulturerbe gehört. Es ist herrlich, durch die alten Gaesschen zu laufen, besonders zu dieser Zeit, wo sich die Touristen nicht gegenseitig auf die Fuesse treten. Vernuenftiges Schuhwerk braucht man allerdings. Die Strassenbepflasterung ist mit Sicherheit nichts fuer Stoeckelschuhe. Es gibt wunderschoene kleine Gaerten, kleine Cafes und Laeden. Okay, es ist alles schon sehr touristisch aufgepeppelt, aber sehr dosiert und deshalb auch entspannend. Ich klettere die 118 Stufen zur Spitze des Leuchtturms hoch. Von hier hat man einen guten Ueberblick ueber die kleine Stadt und kann auf der anderen Seite des Rio die Skyline von Buenos Aires erkennen.
Wieder unten, erlebe ich in einem Cafe einen phantastischen Sonnenuntergang, umgeben von tausenden Schmetterlingen und leider auch einer Menge Muecken. Ich besuche danach noch die eine und andere Lokalitaet und bin nach dem Anwenden meiner vorhanden Spanischkenntnisse (was das Bestellen von Getraenken angeht) und ein paar Bieren reif fuer den Rueckweg und fuer mein Bett.
Freitag, 2. April 2010
Montevideo
Es ist Frühherbst in Montevideo. Aber das ist ganz anders als in Deutschland. 25 Grad, Sonne und natürlich Palmen überall. Eigentlich wie im Sommerurlaub.
Die Taxifahrt in die Stadt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Die städtische Landschaft ist sehr grün, die Häuser niedrig. Typisch Lateinamerika. Das Zentrum von Montevideo liegt auf einer Landzunge. Das Wasser des Rio de la Plata ist eine ziemlich braune Brühe. Es ist eben ein sehr breiter Fluss und kein Ozean.
Mein Hotel liegt in einer eher runtergekommenen Gegend, direkt am Busbahnhof Tres Cruces. Der Check in kalppt reibungslos, auch wenn die Rezeptionistin kein Englisch und ich klein Spanisch sprechen. Das Zimmer ist einfach, aber sauber. Ich mache mich kurz frisch und gleich danach wieder nach draußen. Wenn ich mich jetzt hinlegen würde, käme ich nicht mehr aus dem Bett. Also betäube ich meine Müdigkleit mit einem "Zillertaler" Bier, das es hier in 1 Liter-Flaschen gibt, und bummle dann weiter durch die Straßen in der Umgebung meines Hotels. Ein paar wirklich schöne Ecken gibt es hier auch.
Es ist Karfreitag und auch hier kennt man die Fastenzeit. Heute gibt es wohl nirgendwo Fleisch zu essen. Ein Restaurant nutzt die Gelegenheit und sperrt gleich mal eine ganze Straße für den Autoverkehr, um dort Tische und Stühle zu platzieren. In der Mitte steht eine Riesenpfanne in der Paella mit Meeresfrüchten vor sich hinköchelt. Ich probiere davon und bin begeistert. Der "häusliche" Weißwein schmeckt hervorragend dazu.
Um die Ecke ist gleich eine Bushaltestelle. Mein Ziel ist ein Park nördlich des Stadtzentrums. Busfahren hier ist ziemlich easy und nicht teuer. Man kauft das Ticket beim Schaffner, der tatsaechlich nichts anderes zu tun hat, als Fahrscheine zu verkaufen. Ein Stadt-Ticket für zwei Stunden kostet 17 Pesos (also etwas mehr als 0,60 Euro). Die Strassen sind zum Teil holprig, der Verkehr ist aber um diese Zeit sehr übersichtlich. Der Park ist gerammelt voll. Im Zentrum befindet sich eine große Arena, in der eine Art Wettrennen stattfindet, bei dem sich jeweils ein Wettkämpfer in einem Bueffelleder (oder so etwas in der Art) von einem Pferd in vollem Galopp hinter sich herschleifen lässt. Wer am lägsten auf dem Fell liegen bleibt, ohne herausgeschleudert zu werden, hat gewonnen.
Der "Abwurf" sieht manchmal ziemlich gefährlich aus. Rings um die Arena gibt es eine Menge Buden, wie man das von Volksfesten so kennt. Es gibt außerdem eine riesige Markthalle, die früher mal ein Stall gewesen sein muss, allerdings mit einer sehr interessanten Architektur. Es ist lebendig und laut, an manchen Ecken wird Tango gesungen. Ich finde das herrlich!
Es dämmert langsam und ich suche mir in der Nähe ein gemütliches Restaurant. Mit meinem rudimentären Spanisch bestelle ich mir ein Bier, einen cafe con leche und eine Kleinigkeit zu essen. Der Grill neben mir läuft auf Hochtouren. Man bereitet sich auf den Ansturm der Gäste vor. Gegen neun ist das Lokal brechend voll und ich bin hundemüde und will nur noch in mein Bett....
Die Taxifahrt in die Stadt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Die städtische Landschaft ist sehr grün, die Häuser niedrig. Typisch Lateinamerika. Das Zentrum von Montevideo liegt auf einer Landzunge. Das Wasser des Rio de la Plata ist eine ziemlich braune Brühe. Es ist eben ein sehr breiter Fluss und kein Ozean.Mein Hotel liegt in einer eher runtergekommenen Gegend, direkt am Busbahnhof Tres Cruces. Der Check in kalppt reibungslos, auch wenn die Rezeptionistin kein Englisch und ich klein Spanisch sprechen. Das Zimmer ist einfach, aber sauber. Ich mache mich kurz frisch und gleich danach wieder nach draußen. Wenn ich mich jetzt hinlegen würde, käme ich nicht mehr aus dem Bett. Also betäube ich meine Müdigkleit mit einem "Zillertaler" Bier, das es hier in 1 Liter-Flaschen gibt, und bummle dann weiter durch die Straßen in der Umgebung meines Hotels. Ein paar wirklich schöne Ecken gibt es hier auch.
Es ist Karfreitag und auch hier kennt man die Fastenzeit. Heute gibt es wohl nirgendwo Fleisch zu essen. Ein Restaurant nutzt die Gelegenheit und sperrt gleich mal eine ganze Straße für den Autoverkehr, um dort Tische und Stühle zu platzieren. In der Mitte steht eine Riesenpfanne in der Paella mit Meeresfrüchten vor sich hinköchelt. Ich probiere davon und bin begeistert. Der "häusliche" Weißwein schmeckt hervorragend dazu.Um die Ecke ist gleich eine Bushaltestelle. Mein Ziel ist ein Park nördlich des Stadtzentrums. Busfahren hier ist ziemlich easy und nicht teuer. Man kauft das Ticket beim Schaffner, der tatsaechlich nichts anderes zu tun hat, als Fahrscheine zu verkaufen. Ein Stadt-Ticket für zwei Stunden kostet 17 Pesos (also etwas mehr als 0,60 Euro). Die Strassen sind zum Teil holprig, der Verkehr ist aber um diese Zeit sehr übersichtlich. Der Park ist gerammelt voll. Im Zentrum befindet sich eine große Arena, in der eine Art Wettrennen stattfindet, bei dem sich jeweils ein Wettkämpfer in einem Bueffelleder (oder so etwas in der Art) von einem Pferd in vollem Galopp hinter sich herschleifen lässt. Wer am lägsten auf dem Fell liegen bleibt, ohne herausgeschleudert zu werden, hat gewonnen.
Der "Abwurf" sieht manchmal ziemlich gefährlich aus. Rings um die Arena gibt es eine Menge Buden, wie man das von Volksfesten so kennt. Es gibt außerdem eine riesige Markthalle, die früher mal ein Stall gewesen sein muss, allerdings mit einer sehr interessanten Architektur. Es ist lebendig und laut, an manchen Ecken wird Tango gesungen. Ich finde das herrlich!Es dämmert langsam und ich suche mir in der Nähe ein gemütliches Restaurant. Mit meinem rudimentären Spanisch bestelle ich mir ein Bier, einen cafe con leche und eine Kleinigkeit zu essen. Der Grill neben mir läuft auf Hochtouren. Man bereitet sich auf den Ansturm der Gäste vor. Gegen neun ist das Lokal brechend voll und ich bin hundemüde und will nur noch in mein Bett....
Donnerstag, 1. April 2010
Berlin - Paris - São Paulo - Montevideo
It's a one day distance. Man braucht wirklich fast einen ganzen Tag, um von Deutschland nach Uruguay zu gelangen. Dabei kann man schon einen großen Teil der Zeit auf den Flughäfen dieser Welt zubringen. Sicher gibt es auch weninger umständliche Routen, über Madrid zum Beispiel. Aber wenn man zu bestimmten Zeiten nicht unbedingt ein Vermögen ausgeben will, dann muss eben ein paar Umständlichkeiten in Kauf nehmen.
Die Fahrt nach Berlin Tegel verlief reibungslos, ich hatte quasi mein Privattaxi mitgenommen. Der Flug nach Paris war schon etwas amüsanter. Ich hatte den Platz am Notausgang bekommen, dort kann man die Beine so schön lang machen. Links neben mir saß die Stewardess und rechts, direkt am Ausgang ein etwas unbeholfener älterer Herr, der offensichtlich ein paar Schwierigkeiten mit der Koordination hatte. Jedefalls war er, wenn er während des Fluges mal aufstehen wollte, immer kurz davor sich am Hebel für die Notausgangstür hochzuziehen. Wir haben den Flug alle gut überstanden
und die Landung in Paris war butterweich.
Nach endlosen drei Stunden Aufenthalt in Paris CDG (in denen es nicht möglich war, einen kostenlosen Internetzugang zu finden), ging es weiter nach Sao Paulo. Dieser Flug ging elf einhalb Stunden, war aber gar nicht langweilg. Der ganze Flug kam mir vor wie die Fahrt mit einem Überlandbus auf holpriger Straße. Nichts blieb so richtig, wo es hingehörte und mein Nachbar goss sich den eben eingeschänkten Kaffee über sein Hemd. Mir gings trotz allem relativ gut. In Sao Paulo wurde es dann auch endlich wieder hell (normalerweise fliege ich nachts immer in die Gegenrichtung, was den Flug im Dunkeln erheblich verkürzt). Auch hier musste ich mehr als zwei Stunden überbrücken, bevor ich dann die letzte Flugetappe in Angriff nehmen konnte. Dieser Flug nach Montevideo war der angenehmste. Eine kleine Maschine, aber sehr schnell, sehr gutes Wetter, kein Wind, blauer Himmel, gute Sicht nach unten.... So macht Fliegen Spass.
Pünktlich 11:40 Ortszeit setzte die Maschine auf dem internationalen Flughafen von Montevideo auf.
Die Fahrt nach Berlin Tegel verlief reibungslos, ich hatte quasi mein Privattaxi mitgenommen. Der Flug nach Paris war schon etwas amüsanter. Ich hatte den Platz am Notausgang bekommen, dort kann man die Beine so schön lang machen. Links neben mir saß die Stewardess und rechts, direkt am Ausgang ein etwas unbeholfener älterer Herr, der offensichtlich ein paar Schwierigkeiten mit der Koordination hatte. Jedefalls war er, wenn er während des Fluges mal aufstehen wollte, immer kurz davor sich am Hebel für die Notausgangstür hochzuziehen. Wir haben den Flug alle gut überstanden
und die Landung in Paris war butterweich. Nach endlosen drei Stunden Aufenthalt in Paris CDG (in denen es nicht möglich war, einen kostenlosen Internetzugang zu finden), ging es weiter nach Sao Paulo. Dieser Flug ging elf einhalb Stunden, war aber gar nicht langweilg. Der ganze Flug kam mir vor wie die Fahrt mit einem Überlandbus auf holpriger Straße. Nichts blieb so richtig, wo es hingehörte und mein Nachbar goss sich den eben eingeschänkten Kaffee über sein Hemd. Mir gings trotz allem relativ gut. In Sao Paulo wurde es dann auch endlich wieder hell (normalerweise fliege ich nachts immer in die Gegenrichtung, was den Flug im Dunkeln erheblich verkürzt). Auch hier musste ich mehr als zwei Stunden überbrücken, bevor ich dann die letzte Flugetappe in Angriff nehmen konnte. Dieser Flug nach Montevideo war der angenehmste. Eine kleine Maschine, aber sehr schnell, sehr gutes Wetter, kein Wind, blauer Himmel, gute Sicht nach unten.... So macht Fliegen Spass.
Pünktlich 11:40 Ortszeit setzte die Maschine auf dem internationalen Flughafen von Montevideo auf.
Mittwoch, 31. März 2010
Morgen geht's los!
Der Frühling lässt in diesem Jahr extrem lange auf sich warten und mich zieht`s um diese Zeit wieder in die Ferne. Genauer gesagt auf die Südhalbkugel, wo zu dieser Zeit eher noch spätsommerliche Temperaturen herrschen. Ich habe mir für mein verlängertes Osterwochenende ein kleines Land am Rio de la Plata ausgesucht: Uruguay. Das kleinste spanischsprachige Land im Süden Amerikas. Eigentlich wird die "Republik östlich des Flusses Uruguay" eher als Anhängsel in Argentinien-Reiseführern behandelt. Direkte Reiseliteratur findet man hier nicht.
Uruguay ist von den Touristen bisher wening "erforscht" und verhält sich mit seinen 3,5 Milionen Einwohnern eher unauffällig. Einen Ort gibt es allerdings, der in den Sommermonaten Dezember bis Februar ein sehr großes und sehr zahlungskräftiges Publikum anzieht. Punta del Este gilt sozusagen als Geheimtipp unter den (Süd)Amerikanern. Ansonsten spielt sich das Leben wohl eher in der Hauptstadt Montevideo ab, wo ca. 1,5 Milionen Menschen leben. Uruguay ist etwa halb so groß wie Deutschland, man kann sich also vorstellen, dass man außerhalb der Hauptstadt kaum auf Menschen trifft. Dafür wird man vielleicht eher auf Rindviecher treffen, denn neben Tango und Mate-Tee soll die Fleischproduktion und ein entsprechend hoher Verzehr sehr typisch für die Region sein. Ich will das einfach mal erleben, genauso wie die endlosen und manchmal einsamen Strände, die Ruhe und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Uruguayaner.
Das Kontrastprogramm dazu gibt es dann auf der anderen Seite des Flusses, nämlich in der Hauptstadt Argentiniens. Mal sehen, wie lange ich es in Buenos Aires aushalten werde.
Die Sachen sind gepackt, Flug, Hotel und Mietwagen gebucht. Morgen geht's los!
Uruguay ist von den Touristen bisher wening "erforscht" und verhält sich mit seinen 3,5 Milionen Einwohnern eher unauffällig. Einen Ort gibt es allerdings, der in den Sommermonaten Dezember bis Februar ein sehr großes und sehr zahlungskräftiges Publikum anzieht. Punta del Este gilt sozusagen als Geheimtipp unter den (Süd)Amerikanern. Ansonsten spielt sich das Leben wohl eher in der Hauptstadt Montevideo ab, wo ca. 1,5 Milionen Menschen leben. Uruguay ist etwa halb so groß wie Deutschland, man kann sich also vorstellen, dass man außerhalb der Hauptstadt kaum auf Menschen trifft. Dafür wird man vielleicht eher auf Rindviecher treffen, denn neben Tango und Mate-Tee soll die Fleischproduktion und ein entsprechend hoher Verzehr sehr typisch für die Region sein. Ich will das einfach mal erleben, genauso wie die endlosen und manchmal einsamen Strände, die Ruhe und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Uruguayaner.
Das Kontrastprogramm dazu gibt es dann auf der anderen Seite des Flusses, nämlich in der Hauptstadt Argentiniens. Mal sehen, wie lange ich es in Buenos Aires aushalten werde.
Die Sachen sind gepackt, Flug, Hotel und Mietwagen gebucht. Morgen geht's los!
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